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Chemietoilette und eine Erklärung der Funktionsweise
Die Chemietoilette für Orte ohne Kanalisation
Die Chemietoilette ist eine Toilettenform, welche chemische Substanzen zur Fäulnisreduzierung verwendet. Zudem dienen diese chemischen Substanzen zur Desinfektion des Ausscheidungssekrets. Dabei werden die Fäkalien in einer Art Tank aufgefangen; dies funktioniert je nach Art und Größe der Toilette mit oder ohne Spülung.
Formaldehyd, quartäre Ammoniumverbindungen und Glutaraldehyd dienen bei dieser Form der Toilette als Desinfektionsmittel und sorgen somit für den hygienischen Teil. Allerdings sind viele dieser Mittel kritisch zu sehen, da auf diese Weise die biologische Stufe von Kläranlagen außer Kraft gesetzt werden kann. Was im großen Stil nicht zu verachtende Folgen hätte. Als Alternative gibt es auf dem Markt aber auch abbaubare Mittel auf biologischer Basis.
Angewendet wird die Variante der Chemietoilette besonders an Orten, an denen kein Kanalisationsanschluss vorhanden ist. Beispiele hierfür sind unter anderem Bordtoiletten, mobile Toiletten auf Baustellen und Konzerten, sowie Campingtoiletten und Kleingartenanlagen.
Auf Großveranstaltungen sind die mobilen Chemietoiletten meist zusätzlich mit einem Urinal und einem Waschbecken ausgestattet. Das praktischste an solchen Toiletten ist wirklich, dass diese ohne Probleme überall und jeder Zeit verwendet werden können ohne dabei auf eine Kanalisation oder gar eine Wasserzufuhr angewiesen zu sein. Eine Entsorgung des Inhaltes der Chemietoilette ist außerdem eine sehr einfache und schnelle Angelegenheit. Auf Campingplätzen und Raststätten findet man meist spezielle Entsorgungsstationen. Für den Kleingärtner gibt es mittlerweile sogar eine Chemietoiletten-Art auf dem Markt, welche es möglich macht, die Entsorgung auf dem Kompost vorzunehmen. Da sollte der Inhalt dann allerdings mindestens 1 Jahr verweilen.
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