Dez 3, 2008

Gepostet von Helga

Holzkocher

Holzkocher – beliebt bei den Pfadfindern

Der Holzkocher, oder auch „Hobo-Kocher“ genannt, wurde von amerikanischen Wanderarbeitern erfunden. Sie brauchten eine einfache Kochmöglichkeit, die in der freien Natur und auch in Güterzügen, mit denen sie oft unterwegs waren, angewendet werden konnte.

Ein Holzkocher besteht vom Ursprung her aus einer einfachen, aber etwas größeren Konservendose, so wie wir sie vom Supermarkt her kennen. In die Dose werden an der Unterseite (am runden Teil, nicht in den Boden) mehrere Löcher ausgeschnitten. Der Deckel wird mit vielen Luftlöchern versehen und so weit verkleinert, dass er als Gitterrost in der Dose versenkt werden kann. Wenn man jetzt die Dose mit Holz, alten Blättern und Baumrinde füllt, dann kann der Inhalt problemlos von unten durch ein Luftloch mit einem Streichholz angezündet werden und es entsteht Feuer. Durch die Öffnungen in der Dose entsteht ein Kamineffekt: das Feuer bekommt eine sehr hohe Temperatur und man kann auch schlechtes Brennmaterial, wie feuchtes Holz und nasse Blätter, darin verbrennen; eben alles, was man in der Natur so findet. Der Topf steht nicht direkt auf der Dose, er wird mit Hilfe eines Dreibeins über die Heizquelle gehängt. Industriell hergestellte Kocher sind meist so konzipiert, dass man den Topf direkt auf die Heizquelle stellen kann und kein Dreibein mehr benutzen muss.

Heute finden die Holzkocher noch oft Anwendung bei den Pfadfindern.

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