Gepostet von Helga
Expeditionsschlafsack
Der Expeditionsschlafsack und seine Stärken
Der Expeditionsschlafsack ist ein Schlafsack, der neben der Hauptfunktion aller Schlafsäcke, nämlich dem Schlafenden eine Schlafstätte, die ihm das Bett, das Kissen und die Schlafdecke ersetzt, zu bieten, noch mehr wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Denn, wie die Bezeichnung es verrät, geht es um einen Schlafsack, der seine Verwendung unter extremen Bedingungen findet. Er ist nicht einfach nur ein Outdoor-Schlafsack (für den Außenbereich), sondern für extrem raue klimatische Verhältnisse und zugleich für extreme geografische Regionen konstruiert.
Der Expeditionsschlafsack (meist in Eiform) wird für Expeditionen zu den höchsten Bergen der Erde und in der Arktis eingesetzt. Somit ist es äußerst wichtig, dass er eine besonders gute und zuverlässige Wärmeisolierung garantiert. Erzielt wird diese Isolierung durch die dafür am besten geeigneten Füllungen, wie Daunen (meist Gänsedaunen), eine Mischung aus Daunen und Federn oder aber auch extra dafür hergestellte Kunstfasern.
Erreicht wird beim Expeditionsschlafsack ein sicherer Schutz vor Außentemperaturen von bis minus 40 °C oder sogar bis minus 50 °C. Bei einer Kälte von bis „nur“ minus 40 °C können die Expeditionsschlafsäcke mit Kunstfaserfüllungen, bei noch tieferen Außentemperaturen dagegen eher mit Füllungen aus Mischung von Daunen und Federn (3%-10% Federn) verwendet werden. In Puncto Gewicht haben die mit Daunen gefüllten Schlafsäcke den Vorteil, viel leichter zu sein. In Puncto Feuchtigkeit und Nässe haben dagegen die mit Kunstfasern gefüllten Schlafsäcke den Vorteil, diese besser ableiten zu können.
Grundsätzlich sollte man aber einen Expeditionsschlafsack vor grossen Touren ausgiebig testen. Nur so lassen sich unliebsame Überraschungen vermeiden.
