Gepostet von Helga
Einfachkocher
Einfachkocher – Survival ohne Strom!
Reisende, die unabhängig und vielleicht sogar fernab jeglicher Zivilisation Erfahrungen sammeln und sich individuell ernähren wollen, sind mit dem Einfachkocher gut bedient. Geeignet für Camper, Wanderer und Trekkingleute ist er das ideale Gerät zum Kochen, Heizen und Beleuchten.
Gerade wer im Outdoorbereich lange Zeit autonom sein will, sich in Regionen mit begrenztem Angebot an Energie und fossilen Brennstoffen aufhält, sein Trinkwasser sterilisieren und Schnee schmelzen muss, findet in dem von nordamerikanischen Wanderarbeitern konstruierten Gerät einen findigen Helfer. Der Einfachkocher ist ein anspruchsloser Allesbrenner, der von Tannenzapfen über Kameldung zu Astholz, brennbaren Abfällen und sogar feuchten Holz bis hin zu flüssigen Brennstoffen, wie altem Öl, nahezu alles verwenden kann.
Um sich bei Flüssigbrennstoffen vor Stichflammen und Verpuffungen zu schützen, wird der Kocher mit einer Schicht Sand oder Erde umgeben. Bereits kleine Mengen Brennstoff verbrennen effizient und vollständig bei großer Hitzeentwicklung bis 900 Grad! Nahrungsmittel und Flüssigkeiten werden extrem schnell erhitzt.
Die simpelste Form des Einfachkochers besteht aus einer geöffneten Konservendose, d.h. ohne Deckel, an deren Unterseite je nach Größe der Dose beispielsweise mit einem Vielzwecktaschenmesser kleine Löcher und Lüftungsschlitze geschnitten werden. Mit der offenen Seite nach oben wird die Dose mit Brennmaterial gefüllt und der Inhalt entzündet. Zum Kochen wird einfach der Topf daraufgestellt. Rauch und Abgase entweichen durch die Löcher am unteren Rand der Dose. Durch die gesteigerte Sauerstoffzufuhr entsteht ein Kamineffekt, der in Zusammenhang mit der heißen Strahlungswärme der Dose zum Heizen Verwendung findet.
Einfachkocher finden sich falt- und zusammenlegbar, aus rostfreiem Stahlblech bis zu Eimergröße im Handel.
