Das Besondere am Campingurlaub erleben

Sollten wir nicht besser campen – anstatt unseren Urlaub mit Übernachtungen im Hotel oder in einer Ferienwohnung zu verbringen? Wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt – und sie mit “ja” beantwortet und anschließend tatsächlich auch “gecampt”? Keine Frage: viele Menschen, sehr viele Menschen! Allein auf deutschen Campingplätzen wurden 5,8 Millionen Gäste mit 21,8 Millionen Übernachtungen im Jahr 2007 gezählt. Campen scheint also attraktiv. Egal, ob einfaches Zelten in der freien Natur oder Survival-Touren; egal, ob Camping mit dem Wohnwagen oder mobiles Campen; egal, ob Campen in Deutschland oder Algerien; egal, ob Campen an der Ostseeküste oder in der Sahara – Campen bietet in jedem Fall unendlich viele Möglichkeiten und Vorteile gegenüber anderen Reiseformen. Und: Egal, ob jung oder alt; egal, ob Single oder Familie mit Kindern – das Campen genießen alle gleichermaßen.
Die Vorteile vom Campen sind unübersehbar: geringe Kosten bei hoher Mobilität und Unabhängigkeit, zudem viel Spaß in der freien Natur. Wem bereitet es nicht viel Freude, von Ort zu Ort zu ziehen und dabei in kurzer Zeit immer wieder neue interessante Landschaften und ebensolche Menschen kennenzulernen? Wer möchte nicht die Möglichkeit haben, seine Zelte spontan – egal an welchem Ort – aufzuschlagen und bei Nichtgefallen umgehend abzubrechen? Wer möchte seinen Tagesablauf nicht lieber selbst bestimmen – ohne sich nach den vorgegebenen Essenszeiten etc. im Hotel richten zu müssen? Doch, es sind vor allem diese besonderen “Gefühle” beim Campen, welche diese Reiseform so einzigartrig machen: Gefühle von Unmittelbarkeit und Nähe einerseits und von Ursprünglichkeit und Abenteuer andererseits, welche sich zu einem ganzheitlichen Lebensgefühl entwickeln. Mit dem Campen verbindet sich eine bestimmte Lebensphilosophie, die auf Freiheit gründet. Und (fast) jeder, der schon einmal gecampt hat, wird es wieder tun. Campen macht geradezu “süchtig”. Klar, ein Schuß “Lagerfeuer-Romantik” ist immer mit im Gepäck.

Keine Frage: Campen stellt gerade für Familien mit Kindern eine hervorragende Reisealternative dar. Denn: Die Kosten sind vergleichsweise gering. Und auf den Campingplätzen finden sich überwiegend Familien, welche in der Regel viele Gemeinsamkeiten oder ähnliche Interessen haben. So entstehen schnell Kontakte untereinander. Und: Die Kinder finden zudem sehr schnell und unkompliziert Spielkameraden. Sie haben viel Auslauf und sind immer in Aktion. Viele Campingplatzbetreiber bieten darüber hinaus Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche an. So finden die Eltern auch mal Ruhe und Entspannung – wenn sie dies wünschen: Sie können sich auf sich selbst konzentrieren, müssen den Nachwuchs weder ununterbrochen beaufsichtigen noch den ganzen Tag “Programm” für ihn machen – haben ihn aber gleichwohl mehr oder weniger im Auge.

Und: Wer noch nie gecampt hat, dem hilft der 1948 gegründete Deutsche Camping Club mit Sicherheit weiter. Wer kommt da nicht auf den Geschmack? Ausprobieren!

Was gehört alles zu einer guten Campingausrüstung?

Als Nummer eins einer guten Campingausrüstung gilt das Zelt. Bei der Auswahl dieser transportablen Unterkunft kommt es darauf an, welche Reisen man damit unternehmen möchte. Wer zum Beispiel wandert, und das Minizelt bei sich tragen muss, wird vor allem auf ein geringes Gewicht achten. Wer dagegen in stürmischen Gegenden unterwegs ist, wird auf ein extrem windstabiles Zelt Wert legen. Für längere Aufenthalte in regnerischen Gefilden empfiehlt sich ein Zelt, welches mit hochwertigem und wasserdichtem Außenmaterial ausstaffiert ist. Bei einem Familienurlaub in der Sonne ist dagegen ein geräumiges Zelt angesagt. Zum Zelt gehört weiterhin eine gute Zeltunterlage, Zeltheringe und Reparaturmaterial. Ob man zusammenklappbare Campingtische und –stühle mitnimmt, hängt ebenfalls von der Art der Reise ab. Beim Familienausflug sollten sie dabei sein, Outdoor-Freaks verzichten eher auf solchen Komfort.

Das nächste wichtige Utensil beim Campen ist der Schlafsack. Auch hier richtet sich die Wahl nach den jeweiligen Anforderungen. Es gibt Daunenschlafsäcke, die warm und kuschelig sind. Etwas preiswerter sind Kunstfaserschlafsäcke, welche pflegeleichter und haltbarer sind. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass der Schlafsack für den jeweiligen Temperaturbereich geeignet ist. Als Ergänzung zum Schlafsack kann man sich ein Inlett aus kuscheligem Fleece zulegen, welches man einfach in den Schlafsack einlegt.

Als isolierende Unterlage zwischen Schlafsack und Boden dient die Isoliermatte. Hier gibt es eine gewisse Bandbreite von der normalen Liegematte aus Schaumstoff, über komfortablere Schaummatten bis hin zur selbstaufblasbaren Isomatte in unterschiedlichen Ausführungen.

Um sich Mahlzeiten bereiten zu können, sollte man einen Kocher mitnehmen. Auch hier kann man zwischen verschiedenen Varianten wählen. Es gibt Benzinkocher, die fast überall eingesetzt werden können, da es Benzin fast überall zu erwerben gibt. Außerdem funktionieren sie auch in großer Höhe noch recht zuverlässig. Eine andere Möglichkeit sind Gaskocher, die vor allem für den Normalgebrauch angeraten sind. Allerdings sollte man sich vorher mit genügend Gaskartuschen ausrüsten, denn diese sind nicht immer kompatibel und nicht überall erhältlich. Außerdem kommen noch Spirituskocher (Flüssigspiritus) oder Esbitkocher (Trockenspiritus) in Frage. Zum Kochen benötigt man außerdem passendes Kochgeschirr, sowie bruchsicheres Essgeschirr und Besteck.